Sonntag, 19. Februar 2012

Lieber nicht, Herr Huber

Ich lese, die Chancen Alt-Bischof Wolfgang Huber auf die Bundespräsidentennachfolge gehen gegen null, weil die FDP gegen den "SPD"-Mann mauert. Mein Flehen ist also erhört worden. Seit Freitag habe ich gebetet, dass er zur Vernunft kommt und von sich aus ,nein' sagt. Ein Kirchenvertreter in einem politischen Amt, ist das Letzte, was Christen wünschen können. Es gebt schon jetzt viel zu viele Äußerungen von Kirchenleuten zu Dingen, die mit dem Glauben rein gar nichts zu tun haben. Ich erhoffe mir seit langem eher wieder mehr Distanz zwischen Kirche und Politik. Bischöfe und auch prominente Laienvertreter müssen sich nicht dauernd zu weltlichen Themen äußern. Die lange Liste deutscher Horrorpfarrer und Pfarrerskinder von Adolf Stoecker über die Deutschen Christen bis hin zu Gudrun Ensslin spricht nicht dafür, dass im Pfarrhaus besondere politische Kompetenz wohnt. Deshalb möchte ich von Seelsorgern wieder häufiger den Satz hören: "Ich bete, dass die Politiker in dieser Sache die richtige Entscheidung fällen."

Das gilt im Prinzip auch für Joachim Gauck. Aber den nimmt ja schon sehr lange niemand mehr als richtigen Pfarrer wahr. Genauso wenig wie Peter Hintze. Insofern wäre es bei ihm nicht so schlimm wie bei jemandem, der bis vor kurzem noch der oberste Seelsorger der Evangelischen Kirche in Deutschland war.

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