Mittwoch, 14. September 2011

Über Bolanos "Naziliteratur"

Ich habe gestern  "Die Naziliteratur in Amerika" von Roberto Bolano zu Ende gelesen. Nicht nur einer der tollsten Buchtitel aller Zeiten - Bolanos Spezialität man denke nur an "Der unerträgliche Gaucho". Diese Sammlung von Kurzbiographien und Dichterlexikonartikeln über fiktive rechte Dichter in beiden Amerikas (die meisten davon aus Chile oder Argentinien) muss eigentlich jeder gelesen haben, der sich für Literatur interessiert (oder gar beruflich damit beschäftigt). Eine extrem witzige und zugleich melancholische Parodie auf die Klischees von Kritik und Literaturgeschichtsschreibung. Eine bittere Bestandsaufnahme des Geisteszustands von (vor allem) Südamerika im 20. Jahrhundert. Und eine Alternative für Leute wie mich, die nicht gerne Kurzgeschichten lesen und deshalb dankbar für andere kurze Prosastücke sind.

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