Donnerstag, 5. November 2009

Die Opel-Verschwörung

Ich werfe mal schnell eine brandneue Verschwörungstheorie auf den Markt: Für die Kanzlerin kommt die Weigerung GMs, Opel zu verkaufen, keineswegs so überraschend und blamabel, wie jetzt überall geschrieben wird. Sondern der Rückzug ist ein Geschenk. Die Affäre hat ihr erlaubt, sich im Wahlkampf als Retterin Zehntausender Arbeitsplätze hinzustellen. Und jetzt, da die Wahl vorbei ist, kann sie doch noch genau das tun, was ihr die wirtschaftliche Vernunft und alle kompetenten Parteifreunde schon immer geraten hatten: Opel in aller Ruhe und ohne Rücksicht auf die Demoskopen sterben lassen.

Man könnte es für geplant halten. Wenn ich nicht aus eigener Erfahrung wüsste, dass große Institutionen wie Konzerne und Parteien Brutstätten des Klatsches und der Unfähigkeit sind, in denen sich unmöglich eine derart raffinierte Intrige einfädeln ließe.

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