Montag, 11. Oktober 2010

Solomon Burke in Nick Hornbys "High Fidelity"

Solomon Burke ist gestorben. Er war ein wahrhaft gottbegnadeter Sänger. Und er spielt eine große Rolle in einem meiner Lieblingsbücher.

 In Nick Hornbys "High Fidelity" macht der Plattenladenbesitzer Rob eine Liste seiner Traumjobs. Platz 2 (nach "Journalist beim NME. 1976-79") ist "Produzent. Atlantic Records. 1964-71 (ca.)". Begründung: "Aretha, Wilson Pickett, Solomon Burke kennenlernen. Haufenweise Platten umsonst bekommen (wahrscheinlich) - und gute auch noch. Geld wie Heu verdienen.

 Die letzte Szene des Romans: Rob, der sich endlich wieder mit der Liebe seines Lebens, Laura, versöhnt hat, legt in einem Club als Deejay auf: "Ich spiele ,Got To Get You Off My Mind' [das Lied, zu dessen Klängen sich Laura und Rob kennengelernt haben]  vom Solomon Burke, und alle wagen sich auf die Tanzfläche, aus reinem Pflichtgefühl, auch wenn nur die besten Tänzer in der Lage wären, etwas daraus zu machen, und keiner im Raum kann für sich in Anspruch nehmen, zu den besten Tänzern zu zählen, nicht mal zu den durchschnittlichsten. Als Laura die ersten Takte hört, fährt sie herum und grinst und winkt mir ein paarmal mit erhobenem Daumen, und ich beginne, im Kopf eine Kassette für sie zusammenzustellen, eine mit lauter Zeug, von dem sie gehört hat und lauter Zeug, das sie sich anhören würde. Heute abend sehe ich, zum ersten Mal in meinem Leben, wie das geht."

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