Montag, 9. August 2010

Der Schreibischof

Als Eva Herman vor drei Wochen meinte, die Opfer der Love Parade wären einem göttlichen Rachefeldzug zum Opfer gefallen, konnte man das noch mit theologischer Unbedarftheit erklären. Ähnliches gilt für die virtuelle Gummizelle kreuz.net

Doch nun hat ein hochrangiger katholischer Würdenträger die These von der Strafe Gottes wiederholt. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun schreibt in einem langen Internet-Kommentar:
"Love Parade und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde!"

"Man weigert sich anzuerkennen, dass die Love Parade, abgesehen von ihrem krankhaften Erscheinungsbild, auch mit Sünde zu tun haben könnte und darum, folgerichtig, auch mit dem richtenden und strafenden Gott!"
Mal abgesehen davon, dass sich dann jeder fragen müsste, wieso dieser schlagfertige und mordlustige Gott eigentlich weitaus größere Schweinereien (ich denke da nicht nur an die katholische Kirche) ungestraft durchgehen lässt:

Ich habe im Religionsunterricht mal gelernt, dass der Gott, der Kinder frisst, Moloch heißt und nicht Jahwe.

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