Sonntag, 28. März 2010

Ich möchte weiter diffamiert werden (Teil II)

Es hat einige Tage gedauert, bis ich es mitbekommen habe, weil deutschen Medien so gut wie gar nicht  darüber berichtet haben: Die UN-“Menschenrechts“-Kommission hat am Donnerstag die umstritttene Resolution gegen "Religionsdiffamierung" angenommen.

Die Resolution wurde bezeichnenderweise von Pakistan vorgelegt, einem Land, in dem keinerlei Art von religiöser Freiheit herrscht und sowohl Angehörige nicht-muslimischer Religionen als auch Menschen, die vom Islam „abfallen“ mit tödlicher Verfolgung rechnen müssen.

Ich habe bereits vor einigen Monaten dargelegt, dass sich hinter dieser Resolution nichts anderes verbirgt, als der Versuch überwiegend muslimischer Diktaturen und Folterstaaten, jegliche Kritik am Islam zu kriminalisieren und westlichen Staaten ihre Standards nicht nur durch Gewalt (wie im Falle der Mohammed-Karikaturen), sondern auch durch UN-Gesetze aufzuzwingen.

Viele Organisaitonen, darunter auch christliche und jüdische, haben gegen diese Resolution protestiert. Sie ahnen, dass ihre unterdrückten und ermordeten Glaubensbrüder in islamischen Ländern davon keinerlei Vorteile haben werden. Und wir als Protestanten wissen obendrein, dass gerade evangelische Kirchen sich nur in einem Klima religiöser Freiheit ausbreiten konnten - und zu dieser Freiheit gehört eben auch die Lizenz, sich über andere Religionen lustig zu machen, bis es weh tut. Am Anfang unserer Kirche stand schließlich der große Polemiker Martin Luther.

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