Sonntag, 1. November 2009

Die Hölle, es gibt sie!

Zumindest für Hollywood-Schauspieler. Gestern nachmittag entdeckte ich im Hotelfernseher den ehemaligen Ex-Action-Weltstar Steven Seagal in einer kroatischen (bosnischen? montenegrinischen? weissrussischen?) Talkshow, so einer Art Männerkaffeeklatsch mit südosteuropäischen Semi-Prominenten.

Steven Seagal wiegt mittlerweile ca. 150 Kilo, und sein schwarzgefärbtes Haar sieht aus, als hätte man es ihm mit Lackfarbe auf den Kopf gemalt. Er musste so tun, als fände er die in der Show gezeigten Ausschnitte aus Balkan-Komödien, in denen ständig irgendwer eine Ohrfeige oder eine Torte ins Gesichts bekam, komisch. Und er hatte ganz offensichtlich größte Mühe, den Simultandolmetscher zu verstehen, der ihm all diese Witze aus dem Slawischen übersetzte. Denn er pochte immer wieder an seinen kleinen Knopf im Ohr und schaute er drein, als hätte gerade eine Darmspiegelung.

Angeblich lebt Steven Seagal ja noch. Aber seit gestern bin ich überzeugt, dass er längst gestorben ist und nur ein Doppelgänger seine Stelle eingenommen hat, damit das Marketing für die DVD-Versionen seiner alten Filme nicht ins Stocken gerät. Der echte Steven sitzt in der Talkshowhölle und muss noch Ewigkeiten dort bleiben, bis er seine Sünden gebüßt hat, und Gott hätte mir diesen exklusiven Blick in sein modernisiertes Strafarsenal gewährt, um mich zu warnen und mich zur Umkehr zu bewegen.

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